verstärkte Schwitzneigung

Vermehrtes Schwitzen (Hyperhidrosis)

Millionen von Menschen leiden unter vermehrtem Schwitzen in Deutschland. Diese Erkrankung wir auch als Hyperhidrosis bezeichnet. Oftmals sind große Areale der Achselhöhlen, Handflächen und die Fußsohlen betroffen. Das sind die Körperregionen, wo sich die meisten Schweißdrüsen befinden. Durch hormonelle Fehlsteuerungen, emotionale Faktoren und vermehrte Schweißproduktion kommt es bei diesen Betroffenen zu vermehrtem Schwitzen.
Ausgeprägte Schwitzneigung im Bereich der Achselhöhlen kann durch Absaugung der überreaktiven Schweißdrüsen schmerzfrei und zielgerichtet beseitigt werden. Dieser etwa 60 Minuten dauernde Eingriff wird auch als Schweißdrüsen-Absaugung oder Suctions-Kürettage bezeichnet. Eine Absaugung der hyperreaktiven Schweißdrüsen kann generell ambulant und in örtlicher Betäubung oder Dämmerschlaf durch-geführt werden Somit kann eine dauerhafte und deutliche Reduktion der Schweiß-produktion bei fast allen Patienten erreicht werden. Bei dieser sehr effektiven und risikoarmen Methode sind die Patienten bereits am nächsten Tag wieder arbeits- und gesellschaftsfähig.

Schwitzen behandeln mit Botox

Die vermehrte Schweißproduktion im Bereich der Achselhöhlen wird bei uns in der Hautarztpraxis auch durch Injektion von Botulinumtoxin (Botox oder Dysport) sehr effektiv beseitigt. Auch im Bereich der Handflächen und Fußsohlen (oder anderer Körperregionen mit vermehrter Schwitzneigung) kann durch Injektion von Botulinumtoxin eine fast 100prozentige Schweißreduktion erreicht werden. Der Erfolg der Behandlung hält für etwa sechs bis neun Monate an und kann beliebig oft wiederholt werden.
Die Behandlungskosten für beide Methoden werden von allen privaten Krankenkassen und Beihilfen übernommen.

Vorgehen bei der Schweißdrüsen-Absaugung:

Nach genauer Markierung der überreaktiven Schwitzareale in beiden Achselhöhlen erhalten Sie eine schmerzlose örtliche Betäubung (Tumeszenzanästhesie). Die Wirkung des Betäubungsmittels setzt sofort ein und hält etwa 8 Stunden an.
In jeder Achselhöhle wird ein 1 cm langer Hautschnitt gesetzt. Durch diesen werden die Schweißdrüsen mit einem chirurgischen Präzisionsinstrument gelockert und anschließend abgesaugt. Während des etwa 60minütigen Eingriffs verspüren Sie keinerlei Schmerzen. Im Anschluss an die Operation werden die Wundverschlüsse nach modernsten plastisch-chirurgischen Grundsätzen durchgeführt. Die dabei verwendeten Fäden werden am 7. Tag nach der OP zur abschließenden Kontrolluntersuchung bei uns entfernt. Durch die speziellen kosmetischen Nahttechniken und die Erfahrung der behandelnden Ärzte werden die kleinen Narben später kaum sichtbar sein.
Im Anschluss an die Operation erhalten Sie einen festen Druckverband. Dieser wird am Tag nach der OP bei uns entfernt und durch kleine Pflaster ersetzt. Bei eventuell auftretenden Schmerzen können Sie das von uns verordnete Medikament einnehmen. In aller Regel sind Sie am Tag nach der OP schmerzfrei und wieder arbeitsfähig.

Schweißdrüsen-Absaugung

Für ein optimales Operationsergebnis sollten Sie die folgenden Hinweise beachten:
Vor der Operation:
10 Tage vor OP sollten Sie acetylsalicylsäurehaltige Medikamente (z.B. Aspirin, ASS, Thomapyrin) nur dann einnehmen, wenn sie unbedingt erforderlich sind. Ggf. halten Sie Rücksprache mit uns oder Ihrem Hausarzt.
24 Stunden vor der OP verzichten Sie auf den Genuss von alkoholischen Getränken.
Nach der Operation:
Bewegen Sie das operierte Areal bis zum Abnehmen des Verbandes möglichst wenig. Verzichten Sie auf übermäßige sportliche Betätigung in den ersten sieben Tagen nach der Operation.

Vermeiden Sie ein Durchnässen des Verbandes für 7 Tage.