PRAXIS

Die Thrombose: Risikofaktoren, Beschwerden, Therapie

Die Thrombose: Risikofaktoren, Beschwerden, Therapie

von Hautarztpraxis Dres. Fischer, Rothmund und Kollegen

Was ist eine venöse Thrombose?

Unter einer venösen Thrombose versteht man die vollständige oder teilweise Verstopfung einer tiefen Vene mit einem Blutgerinnsel.

Das Blut in den betroffenen Venen verklumpt und bildet ein Gerinnsel mit Verstopfung dieser Vene. Als Folge der Thrombose können Schwellungen, Rötungen und Schmerzen in der betroffenen Region auftreten. Am häufigsten sind die Bein- oder Beckenvenen betroffen. Diese sogenannten tiefen Venen sammeln das Blut von den oberflächlichen Gefäßen und leiten es zum Herz.

Die wichtigste Komplikation einer tiefen Venenthrombose ist die Loslösung und Verschleppung eines Teils dieses Thrombus. Wird das Gerinnsel in die Lunge verschleppt, spricht man von einer Lungenembolie.

Eine Lungenembolie ist ein ernstes Krankheitsbild und kann lebensbedrohlich werden.

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Thrombose Risikofaktoren

Es gibt zahlreiche Faktoren, die das Risiko des Auftretens einer Thrombose erhöhen. Hierzu zählen:

  • Nicht behandelte Krampfadern oder angeborene Gerinnungsstörungen
  • Eine frühere Thrombose und eine Familiengeschichte für Thrombosen
  • Immobilisation im Krankenhaus, große Operationen in letzter Zeit oder lange Flugreisen
  • Ein Schlaganfall, ein Herzinfarkt, eine schwere Entzündung oder ähnliche Ereignisse
  • Pille, Rauchen, Übergewicht und Krebserkrankungen

Häufige Beschwerden bei einer Thrombose

Eine Thrombose kann intensive Beschwerden verursachen. In vielen Fällen ist die Thrombose allerdings völlig beschwerdefrei. Typische Symptome sind Schmerzen im Bein, Schwellungen, Rötungen, Überwärmung und Gehbeschwerden.

Diagnose der Thrombose

Die Diagnose einer tiefen Venenthrombose erfolgt in unserer Praxis für Venenheilkunde mit Ultraschall. Hier sieht man genau die Größe und Lokalisation des Blutgerinnsels.

Was passiert nach der Diagnose einer Venenthrombose?

Wichtig ist eine zeitnahe Behandlung, da eine frühzeitige Therapie die Komplikationsrate senkt. Zumeist wird ein sofortiger Kompressionsverband angelegt, um die Beschwerden zu lindern und die Gefahr der Lungenembolie zu senken. Man kann jedoch zumeist wieder nach Hause gehen und sich weiterhin eingeschränkt und vorsichtig bewegen.

Man sollte jedoch in den ersten Wochen auf Sport und Sauna verzichten und massive Bewegungen und Erschütterungen im Bein vermeiden. Man wird ferner für die Dauer von Wochen oder Monaten einen medizinischen Kompressionsstrumpf tragen müssen. Dieser fördert die Auflösung des Thrombus, verringert die Lungenembolie-Gefahr, schützt die tiefen Venenklappen und reduziert die Beinschwellungen.

Thrombose-Therapie und Blutverdünnung

Das Ziel der Therapie der tiefen Venenthrombose ist es, eine Lungenembolie und Folgeprobleme der Verlegung der Venen (postthrombotisches Syndrom) zu verhindern. Um dies zu erreichen, ist eine rasche „Blutverdünnung“ (Antikoagulation) mit Medikamenten notwendig. Die Blutverdünnung mit Tabletten erfolgt zumeist über Wochen bis Monate. Tragen Sie ferner regelmäßig Ihren Kompressionsstrumpf.

Thrombose-Vorsorge und lebenslange Verhaltensweisen

Das Risiko für eine erneute Thrombose ist lebenslang erhöht. Wir können mit einer speziellen Blutuntersuchung Ihr individuelles Thromboserisiko untersuchen. Gegebenenfalls ist eine lebenslängliche medikamentöse Therapie und das dauerhafte Tragen von Kompressionsstrümpfen erforderlich.

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